Coronavirus und Kurzarbeit : Werden die Maßnahmen zum 1. Juni im Umfang reduziert ?

Anlässlich der Präsentation des Auflockerungsplans schlug der Premierminister vor, die Unterstützungen im Rahmen des Kurzarbeitssystems ab 1. Juni 2020 wieder zu verringern.

Ein äußerst großzügiges Kurzarbeitssystem  

Die staatliche Deckung der Kurzarbeitszulage wurde durch den Erlass 2020-325 vom 25. März 2020 geändert, um den von den Unternehmen zu tragenden Restbetrag so weit wie möglich zu reduzieren. So haben Arbeitgeber für alle seit dem 1. März 2020 abgegoltenen Stunden der Kurzarbeit Anspruch auf eine vom Staat gezahlte Zulage. Diese beträgt 70% des Stundensatzes des Mindestlohns und ist begrenzt auf das 4,5-fache des Stundensatzes des Mindestlohns (d.h. ein Bruttomonatsgehalt von mehr als 6.926,61 €).

Im Gegensatz zu den vielen Maßnahmen, die die Regierung wegen der Covid-19-Epidemie bezüglich der Kurzarbeit ergriffen hat, sind diese neuen Methoden zur Berechnung der Zulage weder vorübergehend noch außergewöhnlich, sondern dauerhaft, da sie im Arbeitsgesetzbuch in den Artikeln R 5122-12 und D 5122-13 enthalten sind.

Großzügigkeit, die letztlich nur vorübergehend ist

Europas “großzügigstes Entschädigungssystem” war ein Mal. Nach den Aussagen von Edouard Philippe bei der Vorstellung seines Auflockerungsplans am Dienstag, den 28. April 2020 und seitdem dies vom Arbeitsminister bestätigt wurde, könnte der “Satz der staatlichen Unterstützung ab dem 1. Juni 2020 reduziert werden”. Das Arbeitsgesetz könnte daher weiter geändert werden, wobei die neuen Regelungen für staatliche Leistungen per Dekret festgelegt werden sollen.

Bitte beachten Sie Folgendes: Die Regierung hat nicht spezifiziert, wie die neuen Regelungen für die staatliche Rückerstattung aussehen könnten. Geht es langfristig (nach der Krise) darum, zu den vor dem 1. März geltenden Rückerstattungen zurückzukehren (nämlich einem Stundensatz von 7,74 € für Unternehmen mit 1 bis 250 Beschäftigten und 7,23 € für Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten)? Es ist ungewiss. Um Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu beruhigen, hat die Regierung darüber hinaus festgelegt, dass diese neuen Maßnahmen progressiv sein werden. Das bedeutet, dass diese Maßnahmen mit den Gewerkschaften abgesprochen werden und dass sie weder die schwächsten Personen noch die Berufsfelder betreffen sollen, die weiterhin von Schließungen betroffen bleiben.

Ihr deutsch-französischer Steuerberater