Coronavirus und Kurzarbeit : Maßnahmen zwischen 1. Juni und 30. September 2020

Seit dem 30.06.2020 gibt es Änderungen im Hinblick auf das Kurzarbeitergeld in Frankreich:

Bis zum 31.05.2020 konnten Arbeitgeber eine vollständige Rückerstattung der Entschädigungen, die an die Arbeitnehmer in Kurzarbeit gezahlt worden sind, beantragen.

Seit dem 1. Juni 2020 und bis 30. September 2020 wird den Arbeitgebern, bis auf wenige Ausnahmen, jedoch nur noch 60 % der an die Arbeitnehmer in Kurzarbeit gezahlten Entschädigungen rückerstattet.

Die neue Regelung: Rückerstattung der Entschädigungen für Kurzarbeit in Höhe von 60 %

Die Höhe des Kurzarbeitergelds, welches der Arbeitnehmer vom Arbeitgeber bezieht, bleibt bestehen, d. h.: 70 % der stündlichen Bruttovergütung, aber mindestens 8,03 € netto pro Stunde.

Jedoch wird dem Arbeitgeber diese an den Arbeitnehmer gezahlte Entschädigung nicht mehr vollends erstattet, sondern nur noch in Höhe von 60 % sowie bis zu einer Obergrenze von 4,5-mal des Mindestlohns.

Ausnahme: Für die von der Coronakrise am stärksten betroffenen Arbeitgeber bleibt der alte Satz bestehen

Arbeitgeber, die in eine der drei nachfolgenden Kategorien fallen, können weiterhin eine 100 %-ige Rückerstattung ihrer an den Arbeitnehmer gezahlten Entschädigungen beantragen :

  1. Unternehmen der Wirtschaftssektoren: Tourismus, Hotellerie und Gastronomie, Sport, Kultur, Luftverkehr und Veranstaltungen
  2. Arbeitgeber, deren Geschäftstätigkeit von den oben genannten Wirtschaftssektoren abhängig ist. In diesem Fall muss der Arbeitgeber zwischen dem 15. März 2020 und dem 15. Mai 2020 eine Verringerung der Umsatzerlöse von 80 % nachweisen.
  3. Für die Dauer einer Geschäftsschließung, falls jene durch ein Gesetz oder eine Behörde angeordnet wurde und falls das Unternehmen dadurch den Kundenkontakt nicht aufrecht erhalten konnte

Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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