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Neue Freistellung für Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung in Frankreich für Oktober 2020

Mit dem dritten berichtigten Finanzgesetz 2020 in Frankreich vom 30. Juli 2020 wurde eine Freistellung des Arbeitgeberanteils zur Sozialversicherung eingeführt, dies mit dem Ziel die durch die Corona-Krise belasteten Unternehmen zu unterstützen. Die Inanspruchnahme der Freistellung ist dabei an die Anzahl der Beschäftigten sowie an die Unternehmensbranche gebunden.

Der Erlass Nr. 2020-1103 vom 1. September 2020 führte aus, dass die Freistellung für Unternehmen in den vorrangingen Branchen sowie bei sinkenden Umsätzen in sogenannten „verwandten“ Branchen in Frage kommt.

Beihilfeberechtigte Tätigkeitsbereiche

Mit wenigen Ausnahmen (die französischen Überseegebiete Guyana und Mayotte sowie Arbeitgeber mit Publikumsverkehr, dessen Verbot der Tätigkeitsausführung verlängert wurde) betrifft die Freistellung des Arbeitgeberanteils zur Sozialversicherung:

  • Arbeitgeber mit weniger als 250 Beschäftigten in den am härtesten betroffenen Branchen (z.B. Tourismus, Hotel- und Gaststättengewerbe, Sport, Kultur, Luftverkehr und Veranstaltungen) und den von ihnen abhängigen Branchen (sogenannte „verwandte“ Branchen), sofern diese einen erheblichen Umsatzrückgang erlitten haben.

Im ersten Fall gilt die Freistellung für die im Beschäftigungszeitraum zwischen dem 1. Februar und dem 31. Mai 2020 fälligen Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung.

Die durch die Corona-Krise am härtesten betroffenen Branchen sowie die sogenannten „verwandten“ Branchen entsprechen somit den beihilfeberechtigten Unternehmen des Solidaritätsfonds, der für von der Corona-Krise besonders schwer betroffene Unternehmen eingerichtet wurde (Erlass Nr. 2020-371 vom 30. März 2020 in der geänderten Fassung, Anhänge 1 und 2) – siehe unten.

  • Arbeitgeber mit weniger als 10 Beschäftigten in anderen Branchen, deren Tätigkeit den Publikumsverkehr impliziert, mussten aufgrund der Covid-19-Epidemie (ausgenommen freiwilliger Schließungen) ihre Tätigkeit einstellen.

Im zweiten Fall bezieht sich die Freistellung auf die fälligen Arbeitgeberanteile im Beschäftigungszeitraum vom 1. Februar bis zum 30. April 2020.

Der Erlass 2020-293 vom 23. März 2020, der die allgemeinen Maßnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie im Zusammenhang mit dem gesundheitlichen Notstand anordnete, legte ein Verbot der Ausübung von Aktivitäten mit Publikumsverkehr fest.

Bei Arbeitgebern, für die das Verbot zur Ausübung von Tätigkeiten mit Publikumsverkehr verlängert wurde, handelt es sich um den Beschäftigungszeitraum vom Februar bis zum letzten Tag des Folgemonats, ausgehend vom Zeitpunkt des Verbotsendes (z.B. Diskotheken, Rennbahnen, Flusskreuzfahrten usw.).

Zu beachten! Um die Anspruchsberechtigung für die Freistellung und die Beihilfe der Zahlung der Sozialversicherungsbeiträge zu bestimmen, wird nur die tatsächlich ausgeübte Haupttätigkeit berücksichtigt. Der NAF-Code stellt dabei ein Index dar, ist jedoch nicht allein ausschlaggebend.

Ausnahme für Unternehmen mit getrennten Niederlassungen, die unterschiedlichen Tätigkeiten nachgehen: der französische Sozialversicherungsträger „URSSAF“ legt dar, dass es möglich ist, die Haupttätigkeit in Bezug auf die getrennten Niederlassungen zu bewerten. In diesem Fall wird die Freistellung nur auf die Beschäftigten der betroffenen Niederlassung angewandt. Eine ministerielle Anordnung sollte diese Aspekte jedoch näher ausführen.

Der Personalbedarf wird trotzdem weiterhin seitens des Unternehmens beurteilt.

Bedingung des Umsatzrückgangs für die sogenannten „verwandten“ Branchen

Für die sogenannten „verwandten“ Branchen legt der Erlass fest, dass die Bedingung bezüglich des erheblichen Umsatzrückgangs erfüllt ist, wenn der Umsatz im Zeitraum zwischen dem 15. März und dem 15. Mai 2020 mindestens 80%:

  • im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres gesunken ist
  • oder auf Wunsch des Arbeitgebers, im Vergleich zum durchschnittlichen Monatsumsatz für das Jahr 2019 über zwei Monate verteilt gesunken ist
  • oder für nach dem 15. März 2019 und vor dem 10. März 2020 gegründete Unternehmen, im Vergleich zu dem über zwei Monate berechneten Durchschnittsumsatz, der zwischen dem Gründungsdatum des Unternehmens und dem 15. März 2020 erzielt wurde, gesunken ist.

Die Bedingung eines erheblichen Umsatzrückgangs ist ebenfalls erfüllt, wenn der Rückgang im Zeitraum zwischen dem 15. März und dem 15. Mai 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mindestens 30 % geringer ist als:

  • der Umsatz des Jahres 2019
  • oder der auf 12-Monats-Basis berechnete Umsatz der zwischen dem Datum der Unternehmensgründung und dem 31. Dezember 2019 erzielt wurde bei Unternehmen, die zwischen dem 1. Januar und dem 14. März 2019 gegründet wurden.

Zu beachten! Der Umsatzrückgang wird auf Niederlassungsebene bewertet.

Umsetzung

Für die betroffenen Unternehmen müssen die Maßnahmen mit der Lohn- und Gehaltsabrechnung des Septembers, die durch die „DSN“ (Nominative sozialrechtliche Meldung in Frankreich) im Zeitraum vom 5. bis zum 15. Oktober erklärt wird, durchgeführt werden.

Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Ihr Lohnbüro in Frankreich

 

 

Neuerungen im Bereich der Arbeitnehmerentsendung nach Frankreich

Der am 29. Juli 2020 veröffentlichte Erlass bringt Veränderungen der Regelungen hinsichtlich der Entsendung von Arbeitnehmern mit sich und verstärkt insbesondere den Schutz entsandter Arbeitnehmer ab dem 30. Juli 2020. Nachfolgend erhalten Sie einen Überblick über die wichtigsten Maßnahmen:

 

  • Entsendungserklärung

Der entsendende Arbeitgeber muss vor Beginn der Entsendung eine Entsendungserklärung an die französische Arbeitsaufsichtsbehörde über das Internetportal „SIPSI“ senden.

Diese Erklärung muss künftig die SIRET-Nummer des gesetzlichen Vertreters in Frankreich enthalten. Die genannte Angabe ist allerdings nicht verpflichtend, sofern es sich beim gesetzlichen Vertreter um den Geschäftsführer, einen der entsandten Arbeitnehmer oder den Kunden handelt.

Ab dem 30. Juli 2020, muss der Arbeitgeber die Entsendungserklärung widerrufen, sofern die Entsendung nach Frankreich aufgehoben wird bzw. muss im Falle einer Veränderung die Angaben zur Entsendung entsprechend anpassen.

 

  • Anwendung des Tarifvertrags

Die entsandten Arbeitnehmer unterliegen in Zukunft den geltenden Bestimmungen der Tarifverträge, die für den Arbeitsort und die von diesem Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmern hinsichtlich deren Entlohnung gelten. Die Vergütung muss folge dessen mindestens dem Lohn und Gehalt eines Mitarbeitenden des entleihenden Unternehmens mit den gleichen Qualifikationen und der gleichen innehabenden Stelle entsprechen.

Die entsandten Arbeitnehmer müssen zudem in den Vorzug der Bestimmungen der Tarifverträge und Vereinbarungen in den folgenden Bereichen kommen:

– Arbeitszeiten

– Nachtarbeit

– wöchentliche Ruhezeiten und Feiertage

– Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz

– Beschäftigung von Frauen, Kindern und jungen Arbeitnehmern.

 

  • Rückerstattung von Spesen

Die Regelungen zur Rückerstattung von Spesen der entsandten Arbeitnehmer müssen nun mit denen für andere Arbeitnehmer des entleihenden Unternehmens geltenden Richtlinien identisch sein.

 

  • Entsendung für mehr als 12 Monate

Die vom französischen Arbeitsgesetz geltenden Bestimmungen zur Entsendung, sind für einen Zeitraum von bis zu 12 Monaten anwendbar.

Ab dem 13. Monat müssen dem entsandten Arbeitnehmer grundsätzlich alle für inländische Arbeitnehmer geltenden Rechte mit Ausnahme der Bestimmungen über den Abschluss und die Beendigung des Arbeitsvertrags sowie über die zusätzliche betriebliche Altersvorsorge zustehen (C. trav., Art. L. 1262-4).

Der Zeitraum von 12 Monaten kann unter bestimmten Voraussetzungen vom Arbeitgeber auf 18 Monate verlängert werden, sofern die Leistungserbringung dies gerechtfertigt.

 

  • Kontrolle der Arbeitsaufsichtbehörde

– Aufbewahrungspflichtige Dokumente

Der Arbeitgeber oder sein gesetzlicher Vertreter sind künftig verpflichtet, dem Personalregister die Empfangsbestätigungen der Entsendungserklärungen der jeweiligen Arbeitnehmer zukommen zu lassen und nicht mehr wie zuvor eine Kopie der Entsendungserklärung beizufügen.

Die genannten Dokumente müssen für die Arbeitnehmervertretung des Wirtschafts- und Sozialausschusses des Unternehmens sowie für die französischen Kontrollbeamten zugänglich aufbewahrt werden.

– Sorgfaltspflicht des Auftraggebers

Vor Beginn jeder Entsendung muss der Auftraggeber von seinem außerhalb Frankreichs ansässigen Vertragspartner eine ehrenwörtliche Erklärung erhalten, aus der hervorgeht, dass dieser gegebenenfalls die Beträge für die in den Entsendungsvorschriften vorgesehenen Geldbußen entrichtet.

 

Coronavirus und Kurzarbeit : Maßnahmen zwischen 1. Juni und 30. September 2020

Seit dem 30.06.2020 gibt es Änderungen im Hinblick auf das Kurzarbeitergeld in Frankreich:

Bis zum 31.05.2020 konnten Arbeitgeber eine vollständige Rückerstattung der Entschädigungen, die an die Arbeitnehmer in Kurzarbeit gezahlt worden sind, beantragen.

Seit dem 1. Juni 2020 und bis 30. September 2020 wird den Arbeitgebern, bis auf wenige Ausnahmen, jedoch nur noch 60 % der an die Arbeitnehmer in Kurzarbeit gezahlten Entschädigungen rückerstattet.

Die neue Regelung: Rückerstattung der Entschädigungen für Kurzarbeit in Höhe von 60 %

Die Höhe des Kurzarbeitergelds, welches der Arbeitnehmer vom Arbeitgeber bezieht, bleibt bestehen, d. h.: 70 % der stündlichen Bruttovergütung, aber mindestens 8,03 € netto pro Stunde.

Jedoch wird dem Arbeitgeber diese an den Arbeitnehmer gezahlte Entschädigung nicht mehr vollends erstattet, sondern nur noch in Höhe von 60 % sowie bis zu einer Obergrenze von 4,5-mal des Mindestlohns.

Ausnahme: Für die von der Coronakrise am stärksten betroffenen Arbeitgeber bleibt der alte Satz bestehen

Arbeitgeber, die in eine der drei nachfolgenden Kategorien fallen, können weiterhin eine 100 %-ige Rückerstattung ihrer an den Arbeitnehmer gezahlten Entschädigungen beantragen :

  1. Unternehmen der Wirtschaftssektoren: Tourismus, Hotellerie und Gastronomie, Sport, Kultur, Luftverkehr und Veranstaltungen
  2. Arbeitgeber, deren Geschäftstätigkeit von den oben genannten Wirtschaftssektoren abhängig ist. In diesem Fall muss der Arbeitgeber zwischen dem 15. März 2020 und dem 15. Mai 2020 eine Verringerung der Umsatzerlöse von 80 % nachweisen.
  3. Für die Dauer einer Geschäftsschließung, falls jene durch ein Gesetz oder eine Behörde angeordnet wurde und falls das Unternehmen dadurch den Kundenkontakt nicht aufrecht erhalten konnte

Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Ihr zweisprachiger Steuerberater in Frankreich

 

Ankündigungen der französischen Regierung zur Förderung der Erwerbstätigkeit

Nach einem Treffen mit den Sozialpartnern am 4. Juni 2020 kündigte die französische Regierung verschiedene Maßnahmen zur Förderung sowie zum Schutz von Arbeitsplätzen an. Diese umfassen eine außerordentliche Unterstützung bei der Einstellung von Auszubildenden sowie Regelungen zum Kurzarbeitergeld, zur Arbeitslosenversicherung sowie zur Ausbildung von jungen Absolventen.

Eine Sonderhilfe für Unternehmen, die Auszubildende zwischen dem 1. Juli 2020 und dem 28. Februar 2021 einstellen, wurde angekündigt. Diese beläuft sich auf 5.000 € pro Auszubildenden unter 18 Jahren und auf 8.000 € pro Auszubildenden über 18 Jahren. Sie soll für Unternehmen mit bis zu 250 Beschäftigte sowie bei einem Auszubildenden-Anteil von mindestens 5% für Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten gewährt werden.

Daneben sollen Voraussetzungen für ein dauerhaftes Kurzarbeit-Modell und deren Bedingungen festgelegt werden. Mitte Juni beginnen darüber hinaus die Beratungen mit den französischen Sozialpartnern im Hinblick auf die Reform der Arbeitslosenversicherung, die aufgrund der Corona-Pandemie und ihren Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt auf den 1. September 2020 verschoben wurde.

Zudem soll ein Hilfsprogramm im Hinblick auf die Beschäftigung von jungen Absolventen auf den Weg gebracht werden. Die Lösungsvorschläge sollen in der ersten Julihälfte 2020 bekannt gegeben werden.

Falls Sie weitere Informationen zur Förderung der Erwerbstätigkeit in Frankreich erhalten möchten, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Ihr deutsch-französischer Steuerberater

 

 

 

Frankreich einigt sich mit Deutschland, Belgien und der Schweiz hinsichtlich der Einkommensbesteuerung von Grenzgängern während der Corona-Krise

Bereits zu Beginn der Corona-Krise im März 2020 vereinbarte Frankreich mit Deutschland, Belgien und der Schweiz die für Grenzgänger geltenden Ausnahmeregelungen für die Besteuerung deren Einkünfte auch bei Home-Office-Arbeit aufrechtzuerhalten.

In der Woche vom 11. Mai 2020 vereinbarten dieselben Länder Abkommen für die Grenzgänger, die nicht von diesen Ausnahmeregelungen profitieren können, da sie zwar außerhalb Ihres Wohnsitzstaates arbeiten, aber außerhalb der in den Doppelbesteuerungsabkommen definierten Grenzgebiete wohnen oder arbeiten.

So sehen die im Mai vereinbarten Abkommen für diese Grenzgänger vor, dass die Arbeitstage, welche aufgrund der Corona-Maßnahmen im Home-Office geleisteten werden müssen – entgegen der Standardregelung – als Arbeitstage in dem Staat geltend gemacht werden können, in dem sie normalerweise ihre Tätigkeit ausüben.

Somit hat die Tätigkeit im Home-Office für Grenzgänger keinen Einfluss auf deren Einkommensbesteuerung. Für Grenzgänger, die von diesen Abkommen allerdings nicht Gebrauch machen möchten, gelten die im Home-Office geleisteten Arbeitstage als im Wohnsitzstaat steuerpflichtig.

Das Abkommen mit Deutschland legt übrigens fest, dass das aus deutscher gesetzlicher Sozialversicherung an in Frankreich wohnhafte Arbeitnehmer gezahlte Kurzarbeitergeld, nur in Frankreich steuerpflichtig ist.

Die mit Deutschland und der Schweiz geschlossenen Abkommen gelten ab dem 11. und dem 14. März 2020 und werden stillschweigend monatlich verlängert, solange die Vertragsstaaten der Ansicht sind, dass die Gesundheitskrise dies rechtfertigt.

Das mit Belgien geschlossene Abkommen gilt vom 14. März bis 30. Juni 2020. Nach diesem Datum können beide Länder eine Verlängerung vereinbaren.

Ihr Steuerberater in Frankreich (deutschsprachig)

 

Weiterentwicklung des Maßnahmenpakets zur Kurzarbeit in Frankreich ab 1. Juni 2020

Im Rahmen der seit einigen Monaten vorherrschenden Gesundheitskrise richtete die Regierung ein Maßnahmenpaket zur Kurzarbeit ein, bei dem der Staat 70 % des Bruttostundenlohns jedes von dem Maßnahmenpaket betroffenen Arbeitnehmers, bis zu einer Höhe von 4,5 Mal des gesetzlichen Mindestlohns übernimmt (mindestens jedoch 8,03 €/Stunde).

Um die Wiederaufnahme der Tätigkeit zu begleiten, ändern sich die Bedingungen für die Kostenübernahme durch den Staat ab dem 1. Juni:

Der Arbeitgeber ist weiterhin verpflichtet, seinen vom Maßnahmenpaket betroffenen Arbeitnehmern eine Entschädigung in Höhe von 70 % der Bruttovergütung (entspricht ca. 84 % der Nettovergütung) bzw. mindestens den Netto-Mindestlohn zu zahlen.

Allerdings wird die Kostenübernahme dieser Entschädigung durch den Staat auf 60% des Bruttolohns des Arbeitnehmers, bis zur Höhe von 4,5 Mal des gesetzlichen Mindestlohns reduziert; dies entspricht nun 85 % der durch den Arbeitgeber ausgezahlten Entschädigung gegen zuvor 100 %.

Beispielsweise erhält ein Arbeitnehmer mit einer Vergütung von 2.000 € gegen 35 Stunden pro Woche von seinem Arbeitgeber eine Entschädigung von 1.400 € für Kurzarbeit.

Der Staat zahlt dem Arbeitgeber für die Kurzarbeit dieses Arbeitnehmers eine Beihilfe in Höhe von:

  • 1.400 € bis zum 31. Mai 2020 (d. h. 100 % der ausgezahlten Entschädigung)
  • 1.200 € ab dem 1. Juni 2020 (d. h. etwa 85 % der ausgezahlten Entschädigung)

Diese Anpassungen gelten jedoch nicht für Branchen, die aufgrund der Gesundheitskrise besonderen gesetzlichen oder regulatorischen Beschränkungen unterliegen. Letztere erhalten weiterhin einen staatlichen Beitrag von 70 % (entsprechend 100 % der vom Arbeitgeber gezahlten Entschädigung bis zu einem Höchstbetrag von 4,5 Mal des gesetzlichen Mindestlohns).

Darüber hinaus müssen Eltern, deren Kinder von der Schule ausgeschlossen sind (Schulschließung, als nachrangig eingestufte Kinder), ab dem 2. Juni eine von der Schule ausgestellte Bescheinigung über den Ausschluss des Kindes vom Unterricht vorlegen, um vom Maßnahmenpaket der Kurzarbeit profitieren können.

Für weitere Informationen steht Ihnen Ihre üblicher Ansprechpartner bei KPMG sehr gerne zur Verfügung.

Ihr deutsch-französischer Steuerberater

 

Kurzarbeit in Frankreich : Klärung der Modalitäten für die staatliche Deckung ab dem 1. Juni 2020

In einer am 25. Mai 2020 veröffentlichten Pressemitteilung werden die neuen Regelungen für die vom Staat zu zahlenden Kurzarbeitszuschläge bekannt gegeben.

Zur Erinnerung: Bei Kurzarbeit müssen Arbeitgeber eine Entschädigung in Höhe von 70 % des Bruttolohns an Arbeitnehmer zahlen (mit einer Untergrenze in Höhe des Mindestlohns). Anschließend erhält der Arbeitgeber eine Rückerstattung zu 100% mit einer Deckelung auf 4,5 Mal des gesetzlichen Mindestlohns.

Ab dem 1. Juni 2020 wird diese Rückerstattung auf 85 % der an die Arbeitnehmer ausgezahlten Entschädigungen reduziert. Branchen, die aufgrund der Gesundheitskrise besonderen gesetzlichen oder regulatorischen Beschränkungen unterliegen, werden weiterhin zu 100 % abgedeckt.

Um den Inhalt dieser Entwicklung beurteilen zu können, wird es notwendig sein, die Ausführungsverordnung abzuwarten.

Ihr zweisprachiger Steuerberater in Frankreich

 

Kurzarbeit : Ein französisches Bankkonto ist für ausländische Unternehmen nicht mehr erforderlich

Für ausländische Unternehmen mit Mitarbeitern in Frankreich, die weder eine Adresse in Frankreich noch ein französisches Bankkonto haben wurde Folgendes beschlossen:

Nach zahlreichen Gesprächen mit der DIRECCTE (Arbeitsaufsichtsbehörde) der Region Grand Est und der Departements Bas-Rhin und Haut-Rhin sowie den Arbeitsgruppen der Präfekturen der Departements Bas-Rhin und Haut-Rhin scheint es, dass die Sorge des Elsässischen Berufsverbands des Wirtschaftsprüfers gehört wurde. Diese betrafen die Tatsache, dass keine Anträge auf Kurzarbeit für ausländische Unternehmen, die kein Bankkonto in Frankreich haben, eingereicht werden konnten.

Während der Gespräche waren viele Lösungsvorschläge unterbreitet worden, insbesondere der Antrag auf eine weitere Verlängerung der Frist vom 30. April, um entweder ein französisches Bankkonto zu eröffnen oder dem ASP (Web-Plattform für die Einreichung von Anträgen) mehr Zeit zu geben, um andere Möglichkeiten zu prüfen.

Per E-Mail von gestern Abend, teilte die DIRECCTE Grand Est dem Wirtschaftsprüferverband eine Zwischenlösung mit: Es wird nun möglich sein im Antrag auf vorherige Genehmigung für Kurzarbeit die RIB (Bankverbindung) der deutsch-französischen Industrie- und Handelskammer anzugeben.

Um dies vorzunehmen, ist die Gesellschaft verpflichtet, das Vollmachtsdokument, welches Sie unten finden, auszufüllen und das im beigefügten Dokument beschriebene Verfahren zu befolgen:

Vollmacht herunterladen

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Ihr Lohnbüro in Frankreich

 

Coronavirus und Kurzarbeit : Werden die Maßnahmen zum 1. Juni im Umfang reduziert ?

Anlässlich der Präsentation des Auflockerungsplans schlug der Premierminister vor, die Unterstützungen im Rahmen des Kurzarbeitssystems ab 1. Juni 2020 wieder zu verringern.

Ein äußerst großzügiges Kurzarbeitssystem  

Die staatliche Deckung der Kurzarbeitszulage wurde durch den Erlass 2020-325 vom 25. März 2020 geändert, um den von den Unternehmen zu tragenden Restbetrag so weit wie möglich zu reduzieren. So haben Arbeitgeber für alle seit dem 1. März 2020 abgegoltenen Stunden der Kurzarbeit Anspruch auf eine vom Staat gezahlte Zulage. Diese beträgt 70% des Stundensatzes des Mindestlohns und ist begrenzt auf das 4,5-fache des Stundensatzes des Mindestlohns (d.h. ein Bruttomonatsgehalt von mehr als 6.926,61 €).

Im Gegensatz zu den vielen Maßnahmen, die die Regierung wegen der Covid-19-Epidemie bezüglich der Kurzarbeit ergriffen hat, sind diese neuen Methoden zur Berechnung der Zulage weder vorübergehend noch außergewöhnlich, sondern dauerhaft, da sie im Arbeitsgesetzbuch in den Artikeln R 5122-12 und D 5122-13 enthalten sind.

Großzügigkeit, die letztlich nur vorübergehend ist

Europas “großzügigstes Entschädigungssystem” war ein Mal. Nach den Aussagen von Edouard Philippe bei der Vorstellung seines Auflockerungsplans am Dienstag, den 28. April 2020 und seitdem dies vom Arbeitsminister bestätigt wurde, könnte der “Satz der staatlichen Unterstützung ab dem 1. Juni 2020 reduziert werden”. Das Arbeitsgesetz könnte daher weiter geändert werden, wobei die neuen Regelungen für staatliche Leistungen per Dekret festgelegt werden sollen.

Bitte beachten Sie Folgendes: Die Regierung hat nicht spezifiziert, wie die neuen Regelungen für die staatliche Rückerstattung aussehen könnten. Geht es langfristig (nach der Krise) darum, zu den vor dem 1. März geltenden Rückerstattungen zurückzukehren (nämlich einem Stundensatz von 7,74 € für Unternehmen mit 1 bis 250 Beschäftigten und 7,23 € für Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten)? Es ist ungewiss. Um Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu beruhigen, hat die Regierung darüber hinaus festgelegt, dass diese neuen Maßnahmen progressiv sein werden. Das bedeutet, dass diese Maßnahmen mit den Gewerkschaften abgesprochen werden und dass sie weder die schwächsten Personen noch die Berufsfelder betreffen sollen, die weiterhin von Schließungen betroffen bleiben.

Ihr deutsch-französischer Steuerberater

 

Coronavirus und Kurzarbeit : Werden die Maßnahmen zum 1. Juni im Umfang reduziert ?