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Quellensteuerabzugssatz 2021 für nicht in Frankreich Ansässige

Der Quellensteuerabzugssatz für nicht in Frankreich Ansässige ist im Vergleich zum Jahr 2020 um 0,2% gestiegen.

Personen, deren steuerlicher Wohnsitz außerhalb Frankreichs liegt, die allerdings Löhne, Gehälter, Renten oder Leibrenten aus französischen Quellen beziehen, unterliegen dem Quellensteuerabzug.  Im Jahr 2021 werden die Höchstgrenzen jeder Steuerklasse der Quellensteuertabelle um 0,2%  gegenüber dem Jahr 2020 angehoben. Dies impliziert eine Erhöhung im gleichen Verhältnis wie die nächsthöhere Stufe des Einkommensteuertarifs.

Somit ergibt sich die folgende Besteuerung für nicht in Frankreich Ansässige für das Jahr 2021:

Quellensteuerabzugssatz für nicht in Frankreich Ansässige im Jahr 2021

Quellensteuerabzugssatz für nicht in Frankreich Ansässige im Jahr 2021

 

Ihr deutsch-französischer Steuerberater

 

 

Kürzung der Kurzarbeit ab März 2021

Aufschub der Maßnahmen zur Kürzung des Kurzarbeitergelds sowie der Kurzarbeit

Durch die beiden Erlasse vom 29. Januar 2021 wurde die geplante Kürzung des Kurzarbeitergelds auf März verschoben.

Kürzung der Kurzarbeit ab März 2021

Kürzung der Arbeitgeber-Zulage für die Zeit der Arbeitslosigkeit

Die Kürzung der Arbeitgeber-Zulage, die zum 1. Februar 2021 hätte erfolgen sollen, wurde erneut verschoben. Die Umsetzung der Kürzung ist für den 1. März 2021 geplant.
Zur Erinnerung:
Allgemeiner Fall (ausgenommen geschützte/verwandte oder andere Branchen):

  • Februar 2021: 60% des Bezugsstundenlohns bis zu einer Höchstgrenze des 4,5-fachen Mindestlohns,
  • März 2021: 36 % des Bezugsstundenlohns bis zu einer Höchstgrenze des 4,5-fachen Mindestlohns.

Geschützte und verwandte Branchen :

  • Februar 2021: 70% des Bezugsstundenlohns bis zu einer Höchstgrenze des 4,5-fachen Mindestlohns,
  • März 2021: 60% des Bezugsstundenlohns bis zu einer Höchstgrenze des 4,5 Mindestlohns,
  • April 2021: 36 % des Bezugsstundenlohns bis zu einer Höchstgrenze des 4,5-fachen Mindestlohns.

Langfristige Kurzarbeit

Unternehmen, die mit einem langfristigen Rückgang ihrer Geschäftstätigkeit rechnen müssen, können von der langfristigen Kurzarbeit Gebrauch machen.
Diese Maßnahme ermöglicht das Kurzarbeitergeld in Höhe von 60 % des Bezugsstundenlohns bis zu einer Höchstgrenze des 4,5-fachen Mindestlohns beizubehalten. Die langfristige Kurzarbeit kann entweder aufeinanderfolgend oder sequentiell für maximal 24 Monate beantragt werden.
Die Beantragung erfordert die Einhaltung gewisser Formalitäten sowie gewisse Verpflichtungen im Rahmen der Beschäftigung und der Berufsausbildung.
Unsere deutschsprachigen Teams stehen Ihnen gerne zur Verfügung, um Sie über die Maßnahmen zu informieren.

Lohnabrechnung in Frankreich : wir stehen zu Ihrer Verfügung

 

 

 

„Langfristige Kurzarbeit“ (sog. „APLD“) in Frankreich

Angesichts der Auswirkungen der Corona-Krise, hat der französische Staat diesen Sommer neue Unterstützungsmaßnahmen zur Kurzarbeit, die sogenannte „activité partielle de longue durée“ („langfristige Kurzarbeit“; Abk.: APLD) eingeführt, um Unternehmen die Fortführung ihrer Geschäftstätigkeit zu ermöglichen.

Langfristige Kurzarbeit (sog. APLD) in Frankreich

 Was ist „langfristige Kurzarbeit“ (APLD)?

Die APLD richtet sich an Unternehmen, die mit einem langfristigen Rückgang ihrer Geschäftstätigkeit rechnen müssen. Diese ermöglicht die Arbeitszeit der Beschäftigten über die gesamte Laufzeit der Betriebsvereinbarung bzw. des Branchentarifvertrags, um bis zu 40% der gesetzlichen Arbeitszeit zu verringern (wobei eine Wochenarbeitszeit von mindestens 21 Stunden vorliegen muss).

Die APLD kann entweder aufeinanderfolgend oder sequentiell für maximal 24 Monate beantragt werden. Die langfristige Kurzarbeit ist alle 6 Monate über einen Zeitraum von 36 aufeinanderfolgenden Monaten verlängerbar. Die Einführung dieser erfordert die vorherige Genehmigung der französischen Arbeitsaufsichtsbehörde, die alle 6 Monate erneuert werden muss.

Diese kann unabhängig von der Anzahl der Beschäftigten oder der Branche von allen auf französischem Boden niedergelassenen Unternehmen in Anspruch genommen werden.

 Wie kann man von der APLD Gebrauch machen?

Um von der langfristigen Kurzarbeit Gebrauch machen zu können, ist der Abschluss eines Branchentarifvertrags bzw. einer Betriebsvereinbarung erforderlich. Im Falle eines Branchentarifvertrags kann der Arbeitgeber von der langfristigen Kurzarbeit durch Unterzeichnung eines einseitigen Beschlusses in Übereinstimmung mit den tarifvertraglichen Bestimmungen Gebrauch machen. Ansonsten ist zum Abschluss einer Betriebsvereinbarung die Zustimmung der Beschäftigten notwendig.

Die Betriebsvereinbarung oder der einseitige Beschluss des Arbeitgebers muss einige verpflichtende Angaben beinhalten, wie z.B. die Dauer der langfristigen Kurzarbeit, die betroffenen Beschäftigten, die maximale Arbeitszeitverkürzung und die Verpflichtungen des Arbeitgebers im Rahmen der Beschäftigung sowie Berufsausbildung. Insbesondere muss sich der Arbeitgeber verpflichten, Arbeitnehmer während der gesamten Geltungsdauer der Vereinbarung keine Kündigung aus wirtschaftlichen Gründen auszusprechen.

Vor der Inanspruchnahme der APLD muss die Betriebsvereinbarung (oder der einseitige Beschluss des Arbeitgebers) der französischen Arbeitsaufsichtsbehörde zur Genehmigung vorgelegt werden. Diese hat zwischen 15 und 21 Tagen Zeit die Betriebsvereinbarung oder den einseitigen Beschluss zu genehmigen.

 

Welche Unterstützungsmaßnahmen gibt es?

  • Für den Arbeitnehmer:

Der Arbeitgeber, der von der langfristigen Kurzarbeit Gebrauch macht, zahlt dem Arbeitnehmer ein Kurzarbeitergeld in Höhe von 70 % des Bruttolohns pro entfallener Stunde.

  • Für den Arbeitgeber:

Der Arbeitgeber erhält eine Rückerstattung in Höhe von 60 % des Bruttolohns des Arbeitnehmers (d.h. 85 % des dem Arbeitnehmer gezahlten Kurzarbeitergeldes).

 

Was ist der Vorteil der langfristigen Kurzarbeit im Vergleich zur üblichen Kurzarbeit?

Zurzeit ist die Höhe des Kurzarbeitergeldes sowie der Rückerstattungen für die übliche Kurzarbeit und die langfristige Kurzarbeit identisch.

Die Höhe des Kurzarbeitergeldes sowie der Rückerstattung an den Arbeitgeber sollen jedoch zum 01.03.2021 abgeändert werden, sodass die langfristige Kurzarbeit mehr Vorteile mit sich bringen wird:

  • Die Höhe des an Arbeitgeber rückerstatteten Kurzarbeitergeldes im Rahmen der üblichen Kurzarbeit wird auf 36 % des Bruttostundenlohns (derzeit: 60 %) gesenkt. Dies ist weniger vorteilhaft als der für die langfristige Kurzarbeit festgelegte Prozentsatz (60 %).
  • Die Höhe des an Arbeitnehmer gezahlten Kurzarbeitergeldes im Rahmen der üblichen Kurzarbeit wird ebenfalls auf 60 % des Bruttostundenlohns (derzeit: 70%) verringert. Im Rahmen der APLD wird dieses bei 70 % belassen.

Ihr deutschsprachiger Ansprechpartner des Lohn- und Gehaltsabrechnungsteams in Frankreich steht Ihnen gerne zur Verfügung, sofern bei Ihnen Interesse zur Beantragung der „langfristigen Kurzarbeit“ (APLD) besteht.

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Kurzarbeit in Frankreich : Maßnahmen für 2021

Aufschub der Maßnahmen hinsichtlich der gewährten Höchstdauer und der Verkürzung des Kurzarbeitergeldes

Seit dem Frühjahr 2020 gab es zahlreiche Anpassungen der Kurzarbeit-Maßnahmen, um diese an die veränderten Gegebenheiten der Corona-Krise anzugleichen.

Durch zwei neue Erlasse wird die Umsetzung bestimmter angekündigter Kurzarbeit-Maßnahmen, darunter die Senkung der Arbeitgeber-Zulage sowie die Kürzung des gezahlten Kurzarbeitergelds an Arbeitnehmer, aufgeschoben.

Kürzung der Arbeitgeber-Zulage für die Zeit der Arbeitslosigkeit

Seit dem 1. Juni 2020 erhalten Arbeitgeber, die von Kurzarbeit Gebrauch machen, als Gegenleistung für die Zeit der Arbeitslosigkeit der Arbeitnehmer, eine Zulage in Höhe von 60 % des Bruttostundenlohns bis zu einem Höchstwert des 4,5-fachen Mindestlohns. Die Höhe dieser Zulage wird nur für die von der Krise am stärksten betroffenen zu den geschützten bzw. sogenannten verwandten Branchen gehörenden Unternehmen auf 70% erhöht.

Der Erlass vom 30. Oktober 2020 sieht für alle Arbeitgeber, die von Kurzarbeit Gebrauch machen, eine Kürzung der Zulage um 36 % des Bruttostundenlohns bis zu einer Höchstgrenze des 4,5-fachen Mindestlohns vor. Diese Kürzung als Gegenleistung der Zeit der Arbeitslosigkeit der Arbeitnehmer sollte eigentlich am 1. Januar in Kraft treten, wurde hingegen durch den Erlass vom 30. Dezember auf frühestens den 1. Februar 2021 verschoben.

Allgemeiner Fall (ausgenommen geschützte/verwandte oder andere Branchen):

  • Januar 2021: 60% des Bezugsstundenlohns bis zu einer Höchstgrenze des 4,5-fachen Mindestlohns,
  • Februar 2021: 36 % des Bezugsstundenlohns bis zu einer Höchstgrenze des 4,5-fachen Mindestlohns.

Geschützte und verwandte Branchen:

  • Januar 2021: 70% des Bezugsstundenlohns bis zu einer Höchstgrenze des 4,5-fachen Stundenlohns,
  • Februar bis März 2021: 60% des Bezugsstundenlohns bis zu einer Höchstgrenze des 4,5-fachen Mindestlohns.
  • April 2021: 36 % des Bezugsstundenlohns bis zu einem Höchstwert des 4,5-fachen Mindestlohns.

Für Niederlassungen:

deren Haupttätigkeit den Publikumsverkehr impliziert, die im Rahmen der Maßnahmen zur Bekämpfung der Ausbreitung der Covid-19-Epidemie vollständig oder teilweise behördlich geschlossen wurden,

  • oder besonderen Beschränkungen zur Ausübung der wirtschaftlichen Tätigkeit und des Personenverkehrs unterliegende Bereiche (Gesundheitswesen Art. L. 3131-15, 1°, 2°, 5° oder 10°), die im Rahmen der gesundheitlichen Notlage getroffen werden und einen Umsatzrückgang von mindestens 60% erleiden,
  • oder im Einzugsgebiet eines Skigebietes während einer behördlichen Schließung der Skilifte liegen, dies vorbehaltlich der Erfüllung der Bedingung eines 50%igen Umsatzrückgangs.

In das Einzugsgebiet eines Skigebietes fallen folgende Einrichtungen:

  • eine ein Skigebiet betreibende Gemeinde oder eine in einem Berggebiet liegende Gemeinde, die zu einer öffentlichen Einrichtung der gemeindeübergreifenden Zusammenarbeit gehört, selbst ein Skigebiet betreibt und sich in einer Stadt mit weniger als 50 000 Einwohnern befindet,
  • Lieferung von Waren und Dienstleistungen,
  • und in der Zeit, in der die Seilbahnen und Skilifte geschlossen sind, einen Umsatzrückgang von mindestens 50 % erleidet.

Bei diesen 3 Sachverhalten wird die Zulage unter den folgenden Bedingungen gekürzt:

  • Dezember 2020 bis Juni 2021: 70% des Bezugsstundenlohns, begrenzt auf den 4,5-fachen Mindestlohn,
  • Juli 2021: 36 % des Bezugsstundenlohns, begrenzt auf den 4,5-fachen Mindestlohn.

Maximale Dauer der Genehmigung der Kurzarbeit

Der Antrag auf Genehmigung der Kurzarbeit, der zu Beginn der Corona-Krise auf 12 Monate verlängert wurde, sollte am 1. Januar 2021 durch den Erlass vom 30. Oktober 2020 auf 3 Monate bis zu einer Verlängerung von maximal 6 Monaten verkürzt werden.

Durch den neuen Erlass vom 24. Dezember 2020 wird dieser Termin auf den 1. März 2021 verschoben.

Ab dem 1. März 2021 dürfen die an die französische Finanzverwaltung übermittelten Anträge auf Genehmigung der Kurzarbeit eine Höchstdauer von 3 Monaten nicht überschreiten. Diese kann über einen Bezugszeitraum von 12 aufeinanderfolgenden Monaten auf maximal 6 Monate verlängert werden.

Fortsetzung der Ausnahmeregelungen bis zum 31. Dezember 2021

Ausnahmereglungen im Hinblick auf die Kurzarbeit wurden durch die französische Regierung getroffen, um den gesundheitlichen Notstand zu bewältigen. Der Erlass vom 24. Dezember 2020, durch den Schlussfolgerungen aus dem Erlass vom 21. Dezember 2020 gezogen werden, legt einige Regelungen bis zu einem per Erlass festgelegten Datum, spätestens jedoch bis zum 31. Dezember 2021, fest.

Die folgenden Bereiche werden abgedeckt:

  • Maßnahmen zur individuellen Kurzarbeit: Diese Maßnahme ermöglicht durch eine Betriebsvereinbarung nur einen Teil der Arbeitnehmer in Kurzarbeit zu schicken oder für diese Arbeitnehmer eine andere Verteilung der geleisteten bzw. nicht geleisteten Arbeitsstunden festzulegen,
  • Ausgleichsstunden und strukturelle Überstunden (Überstunden, die in einem vor dem 24. April 2020 abgeschlossenen Vertrag mit Tagespauschale oder in einem vor diesem Datum abgeschlossenen Arbeitszeittarifvertrag enthalten sind): Die Entlohnung dieser Stunden wird in die Berechnung des Bezugsstundenlohns, der zur Bestimmung der Höhe der Zulagen und des Kurzarbeitergeld erforderlich ist, einbezogen.

Aufschub und Verteilung der Kürzung des an Arbeitnehmer gezahlten Kurzarbeitergeldes

Das derzeit auf 70 % des Bezugsstundenlohns festgesetzte an Arbeitnehmer gezahlte Kurzarbeitergeld, sollte gemäß einer Verordnung vom 30. Oktober 2020 zum 1. Januar 2021 auf 60 % verringert werden.

In Anbetracht der Entwicklung der Corona-Krise wird durch den Erlass vom 24. Dezember 2020 der Zeitpunkt des Inkrafttretens der Kürzung des Kurzarbeitergeldes für sich in Kurzarbeit befindende Arbeitnehmer aufgeschoben. Dieser Aufschub ist je nach Branche bzw. Situation des Unternehmens in Anbetracht der Corona-Krise abhängig. Dieses wird wie folgt unter den genannten Bedingungen gestaffelt:

Allgemeiner Fall (ausgenommen geschützte Branchen)

  • 1. Januar 2021: 70 % des Bezugsstundenlohns bis zu einer Höchstgrenze des 4,5-fachen Mindestlohns für die Zeit der Arbeitslosigkeit im Januar 2021 (mit einer Höchstgrenze des 4,5-fachen Mindestlohns ab dem 1. Januar)
  • 1. Februar 2021: 60 % des Bezugsstundenlohns bis zu einer Höchstgrenze des 4,5-fachen Mindestlohns für die Zeit der Arbeitslosigkeit im Januar.

Geschützte Branchen:

  • 1. Januar bis 31. März 2021: 70 % des Bezugsstundenlohns bis zu einer Höchstgrenze des 4,5-fachen Mindestlohns für die Zeit der Arbeitslosigkeit im Januar 2021,
  • 1. April 2021: 60 %* des Bezugsstundenlohns bis zu einer Höchstgrenze des 4,5-fachen Mindestlohns für die Zeit der Arbeitslosigkeit im Januar 2021.

*außer für Arbeitnehmer von Niederlassungen:

  • deren Haupttätigkeit den Publikumsverkehr impliziert, die im Rahmen der Maßnahmen zur Bekämpfung der Ausbreitung der Covid-19-Epidemie vollständig oder teilweise behördlich geschlossen wurden,
  • oder besonderen Beschränkungen zur Ausübung der wirtschaftlichen Tätigkeit und des Personenverkehrs unterliegende Bereiche, die im Rahmen der gesundheitlichen Notlage getroffen wurden und einen Umsatzrückgang von mindestens 60% erleiden,
  • oder im Einzugsgebiet eines Skigebietes während einer behördlichen Schließung der Skilifte liegen, dies vorbehaltlich der Erfüllung der Bedingung eines 50%igen Umsatzrückgangs.

Lediglich bei Vorliegen dieser 3 Sachverhalte würde ein 70%iges Kurzarbeitergeld für Arbeitnehmer bis zum 30. Juni 2021 gelten. Im allgemeinen Fall würde die Umstellung für diese Unternehmen somit erst am 1. Juli 2021 erfolgen.

Weitere Erläuterungen

Ebenfalls auf den 1. Februar 2021 verschoben wurde die Regelung, dass der vom Arbeitgeber gezahlte Nettozuschuss den üblichen Netto-Stundenlohn des Arbeitnehmers nicht überschreiten darf.

Diese Verschiebung bis zum 1. Februar 2021 gilt für alle Bereiche der Kurzarbeit (allgemeiner Fall, geschützte Branchen).

Mit der Erhöhung des Mindestlohns am 1. Januar 2021 beläuft sich der Mindestlohn eines danach bezahlten Arbeitnehmers, auf 8,11 € pro Stunde (ausgenommen Sonderfälle: z.B. Auszubildende).

Für weitere Informationen steht Ihnen Ihr deutschsprachiger Ansprechpartner des Lohn- und Gehaltsabrechnungsteams in Frankreich gerne zur Verfügung.

Ihr Lohnbüro in Frankreich

 

 

Zinssätze 2020 für Gesellschafterkonten in Frankreich

Zinsen, die an Gesellschafter oder Aktionäre für Beträge gezahlt werden, die sie der Gesellschaft über ihren Gesellschafteranteil hinaus zur Verfügung stellen, werden vom steuerpflichtigen Ergebnis bis maximal zum Mittelwert der durchschnittlich angewandten Effektivzinssätze, die Kreditinstitute für variabel verzinsliche Darlehen an Unternehmen mit einer ursprünglichen Laufzeit von mehr als zwei Jahren berechnen, abgezogen.

Zinssätze 2020 für Gesellschafterkonten in Frankreich

Für das Kalenderjahr 2020 beträgt der maximal abzugsfähige Zinssatz für Kontokorrentkonten von Gesellschaftern 1,18 %

Ihr Deutsch sprechender Steuerberater in Frankreich

 

Mindestlohn 2021 (sog. „SMIC”) in Frankreich

In Frankreich liegt der gesetzliche Mindestlohn (sog. „SMIC“) seit dem 1. Januar 2021 bei 1 554,62 € brutto für 151,67 Stunden pro Monat, d.h. 10,25 € brutto pro Stunde.

Mindestlohn 2021 (sog. „SMIC) in Frankreich

Die Tarifverträge können, je nach Einstufung des Personals, Tariflöhne vorsehen, die höher als der gesetzliche Mindestlohn liegen.

Für weitere Informationen steht Ihnen unser deutsch-französisches Team gerne zur Verfügung. Bitte nutzen Sie hierzu einfach das Kontaktformular.

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Die Anzeige- und Redepflicht des Abschlussprüfers in Frankreich

Einleitung

Abschlussprüfer in Frankreich unterliegen einer Vielzahl unterschiedlicher Anzeige- und Redepflichten, deren Nichteinhaltung empfindlich sanktioniert wird. Diese Redepflicht besteht sowohl gegenüber den Organen der zu prüfenden Gesellschaften, als auch gegenüber staatlichen Institutionen und Behörden.

Die Anzeige- und Redepflicht des Abschlussprüfers in Frankreich

Artikel 823-12 des französischen Handelsgesetzbuches stellt die wesentliche Rechtsgrundlage der Anzeige- und Redepflicht dar. Demnach hat der Abschlussprüfer der Hauptversammlung oder anderen zuständigen Organen über Unregelmäßigkeiten und Ungenauigkeiten zu berichten, für börsennotierte Kapitalgesellschaften hat darüber hinaus eine Mitteilung an die französische Kapitalmarktaufsicht, den AMF, zu erfolgen. Ordnungswidrigkeiten und Straftaten, die der Abschlussprüfer im Rahmen seiner Abschlussprüfung identifiziert, müssen in einem formalisierten Verfahren der Staatsanwaltschaft bekannt gemacht werden. Darüber hinaus bestehen besondere Regelungen im Bereich der Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung, nach denen eine standardisierte Mitteilung über das sogenannte Tracfin-Portal zu erfolgen hat.

Versäumt der Abschlussprüfer eine Offenlegung von Ordnungswidrigkeiten oder Straftaten an die Staatsanwaltschaft, drohen bis zu 75.000 Euro Bußgeld sowie eine Freiheitstrafe von 5 Jahren. Die Nichtmitteilung durch den Abschlussprüfer wird im Ergebnis also wesentlich härter bestraft, als die durch die Organe der zu prüfenden Gesellschaft möglicherweise begangenen Ordnungswidrigkeiten oder Straftaten. Dies unterstreicht die Qualifizierung des Auftragsverhältnisses und Status der Prüfung als gesetzliche Jahresabschlussprüfung im öffentlichen Interesse. Flankiert wird dieser Status in Frankreich durch eine verpflichtende Mandatierung der Prüfungsgesellschaften für eine Dauer von sechs Jahren sowie der Verpflichtung zum Joint Audit für große Unternehmensgruppen.

  • Unregelmäßigkeiten und Ungenauigkeiten

Der Abschlussprüfer berichtet der Hauptversammlung über wesentliche Unregelmäßigkeiten oder Ungenauigkeiten, die er im Rahmen der Auftragsabwicklung identifiziert hat. Solche Feststellungen, die direkten Einfluss auf das zu prüfende Zahlenwerk haben, haben bei unterlassener Fehlerkorrektur zu einer Einschränkung oder Versagung des Prüfungsurteils zu führen. Andere Feststellungen, die beispielsweise Anhang oder Lagebericht betreffen, resultieren in einer Hinweispflicht des Abschlussprüfers, dass Angaben entweder vollständig unterblieben oder fehlerhaft sind.

Unregelmäßigkeiten stellen dabei die Nichtbeachtung von gesetzlichen Vorschriften, Verstöße gegen die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung oder Abweichungen von Bestimmungen der Satzung oder Beschlüssen der Hauptversammlung dar. Dabei ist es unbeachtlich, ob die Unregelmäßigkeiten bewusst oder unbewusst herbeigeführt worden sind, beziehungsweise ob sie direkten Einfluss auf die Rechnungslegung haben oder nicht.

Als Ungenauigkeiten gelten fehlerhafte Darstellungen von Sachverhalten in der Buchhaltung und im Jahresabschluss sowie den zugehörigen Dokumenten. Hier gilt ebenso, dass es auf eine bewusste oder unbewusste Falschdarstellung nicht ankommt.

Bezüglich der Feststellungen, die sich weder auf den Jahresabschluss noch auf seinen Anhang auswirken, wie beispielsweise die Versäumung der gesetzlichen Frist zur Re-Kapitalisierung von unterkapitalisierten Gesellschaften, erfolgt eine Ad-Hoc-Mitteilung des Wirtschaftsprüfers an die Hauptversammlung und die relevanten Organe der Gesellschaft.

Im Falle von durch die Gesellschaft vorgenommen Korrekturen vor Abschluss der Prüfung kann der Wirtschaftsprüfer unter Ausübung seines Ermessens und unter Abwägung, ob der Sachverhalt noch Relevanz für die Anteilseigner hat, von einer Berichterstattung absehen.

Im Falle der Prüfung börsennotierter Gesellschaften hat eine formelle Berichterstattung über die Hintergründe und Einzelheiten der identifizierten Sachverhalte an die französische Kapitalmarktaufsicht, den AMF, zu erfolgen. Ebenso muss vorab eine Information an den AMF erfolgen, wenn der Wirtschaftsprüfer plant, das Testat zu versagen.

  • Mitteilung von Ordnungswidrigkeiten und Straftaten

Unter die mitteilungspflichtigen Sachverhalte fallen alle strafbewährten Verbrechen, Vergehen oder Zuwiderhandlungen ab. Die Straftat muss sich als objektiv erwiesen darstellen, bloße Anschuldigungen oder Verdächtigungen sind nicht mitteilungspflichtig. Der Wirtschaftsprüfer ist ebenso nur verpflichtet, ihm bekannte Sachverhalte mitzuteilen, einfache Unregelmäßigkeiten oder Ungenauigkeiten, die eindeutig nicht auf betrügerische Absichten zurückzuführen sind, müssen ebenfalls nicht an die Staatsanwaltschaft übermittelt werden.

Der Wirtschaftsprüfer muss seine Abschlussprüfung nicht systematisch auf das Entdecken möglicher Straftaten ausrichten, allerdings muss er ein hohes Maß an Sorgfalt walten lassen. Insbesondere hat er zu prüfen, ob der ihm bekannt gewordene Sachverhalt einen strafbewährten Verstoß darstellt, indem er die Anwendbarkeit der Gesetzestexte prüft und das mögliche Strafmaß beachtet. Darüber hinaus muss er die weiteren Folgen des Gesetzesverstoßes nachvollziehen und feststellen, was die handelnden Personen erreichen wollten. In seine Überlegung ist einzubeziehen, ob der Versuch einer Handlung bereits strafbewährt ist und ob die Straftat vollendet wurde.

Mögliche meldepflichtige Sachverhalte betreffen Straftaten aus dem Gesellschaftsrecht, wie beispielsweise die Überbewertung von Sacheinlagen, aus der Unternehmensführung, wie beispielsweise die unrechtmäßige Bereicherung, Bilanzfälschungen oder Verstöße gegen den Schutz von Aktionären oder sonstige Gesetzesverstöße, wie beispielsweise die Behinderung der Abschlussprüfung oder Behinderung von Kontrollen der Finanzmarktaufsicht AMF. Die Mitteilung an die Staatsanwaltschaft erfolgt postalisch, es sind alle Feststellungen, Erläuterungen und Unterlagen beizufügen, die der Staatsanwaltschaft zweckdienlich sein könnten. Hierbei ist zu beachten, dass der Abschlussprüfer keinerlei Würdigung des Sachverhaltes vorzunehmen hat.

Die Mitteilung an die Staatsanwaltschaft hat ohne schuldhaftes Zögern zu erfolgen, allerdings wird dem Wirtschaftsprüfer eine angemessene Zeit zur Beurteilung und Analyse des Sachverhaltes eingeräumt. Im Regelfall soll die Frist unter einem Monat betragen. Wenn der identifizierte Sachverhalt Auswirkungen auf den Jahresabschluss hat, so ist im Testat auf diesen einzugehen. Es sind allerdings keine Angaben zur Aufdeckung der Straftat oder detaillierte Angaben zum Vergehen zu machen. Ebenso ist der Wirtschaftsprüfer nicht verpflichtet, im Rahmen seiner Berichterstattung an den Mandanten darauf hinzuweisen, dass eine Weiterleitung von Informationen an die Staatsanwaltschaft erfolgt ist. In der Praxis wird z.B. bei Verstößen gegen die Offenlegung des Jahresabschlusses oder Nichtaufstellung eines Konzernabschlusses der Mandant durch den Abschlussprüfer über die Anzeige informiert werden, um ihm die Möglichkeit einzuräumen, die unterlassenen Handlungen nachzuholen. Bei Straftaten mit Verdunklungsgefahr wird der Abschlussprüfer davon Abstand nehmen, den Mandanten über eine Anzeige zu informieren, um sich nicht dem Vorwurf auszusetzen, gegebenenfalls an der Verschleierung mitgewirkt oder diese ermöglicht zu haben.

  • Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung

In Frankreich gelten besonders strenge Regelungen für Abschlussprüfer und andere freie Berufsgruppen im Zusammenhang mit der Identifizierung von Geldwäscheverdachtsfällen bei ihren Mandanten. Der Abschlussprüfer ist verpflichtet, bei Vorliegen von Tatsachen, die einen Geldwäschefall belegen könnten, aber auch bereits bei losen Verdachtsmomenten oder möglichen Risikokonstellationen, wie beispielsweise unklaren Eigentumsverhältnissen, Geschäften mit Steueroasen oder ähnlichem, eine Mitteilung über das Tracfin-Portal an das Wirtschaftsministerium zu schicken. Darüber hinaus muss er bei Vorliegen derartiger Sachverhalte diese an die Staatsanwaltschaft weiterleiten. Diese Mitteilung erfolgt streng geheim, insbesondere dürfen keinerlei Informationen über den Inhalt oder das Vorhandensein der Mitteilung mit Dritten geteilt werden. Der Abschlussprüfer behält über diese Anzeige keinerlei Aufzeichnungen, damit diese nicht ggf. im Fall externer oder interner Nachschauen entdeckt werden kann. Bei KPMG werden diese Anzeigen in einer separaten Stelle verwahrt.

  • Fazit

Die Anzeige- und Meldepflichten in Frankreich sind vielschichtig und bedürfen vor dem Hintergrund des hohen Strafmaßes bei den Versäumnissen durch den Abschlussprüfer einer besonders sorgfältigen Prüfungsorganisation- und Durchführung. Darüber hinaus bestehen besondere Verfahren und Pflichten des Abschlussprüfers bei der Identifikation von Going-Concern-Risiken, bei unterkapitalisierten Gesellschaften und bezüglich der Mitwirkungs- und Auskunftspflichten gegenüber dem AMF bei seinen Prüfverfahren.

Ihr Deutsch sprechender Wirtschaftsprüfer in Frankreich

 

Befreiung des Arbeitgeberanteils in Frankreich aufgrund der Pandemie

Die Liste der Branchen, welche von der Covid-19-Befreiung und der Zahlungsbeihilfe der Sozialversicherungsbeiträge Gebrauch machen können, wurde durch den Erlass vom 2. November 2020 ergänzt. Unternehmen, die neuerdings für diese Unterstützungsmaßnahmen in Frage kommen, müssen diese spätestens in der „nominativen sozialrechtlichen Meldung“ (sog. „DSN“) im Dezember 2020, welche im Januar 2021 fällig wird, melden.

Erinnerung

Mit dem dritten berichtigenden Finanzgesetz für 2020 wurde eine Befreiung des Arbeitgeberanteils und eine Zahlungsbeihilfe der Sozialversicherungsbeiträge für Arbeitgeber eingeführt, die aufgrund der Covid-19 Pandemie schwer von finanziellen Folgen betroffen sind.

Die Befreiung (und die Zahlungsbeihilfe) des Arbeitgeberanteils betrifft:

  • Arbeitgeber mit weniger als 250 Beschäftigten in den Branchen Tourismus, Hotellerie und Gaststättengewerbe, Sport, Kultur, Luftverkehr und Veranstaltungen (sogenannte “S1”-Branchen), die von der Corona-Krise besonders betroffen sind,
  • Arbeitgeber mit weniger als 250 Beschäftigten in den von den “S1”-Branchen abhängigen Branchen (bekannt als “S1 bis”-Branchen), die einen erheblichen Umsatzrückgang erlitten haben,
  • Arbeitgeber mit weniger als 10 Beschäftigten in anderen als “S1” und “S1 bis” Branchen (bekannt als “S2”-Branchen), deren Tätigkeit mit Publikumsverkehr durch behördliche Schließung unterbrochen wurde.

Die Tätigkeiten in den Branchen “S1” und “S1 bis” sind jene, die ebenfalls für den Solidaritätsfonds in Frage kommen. Die Liste dieser Branchen ist in den Anhängen des Erlasses vom 30. März 2020 aufgeführt, der durch den Erlass vom 2. November 2020 ergänzt wurde.

Infolgedessen sind neue Tätigkeitsbereiche entstanden und zur Erweiterung dieser wurde die Bezeichnung einiger anderer abgeändert. Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten in diesen neu hinzugekommenen Branchen sind daher ab sofort für die Covid-19-Befreiung und für die Zahlungsbeihilfe ausstehender Sozialversicherungsbeiträge beihilfeberechtigt.

Darüber hinaus wurden vier Tätigkeitsbereiche von der “S1 bis”-Branche in die “S1”-Branche umgegliedert. Dabei handelt es sich um die Tätigkeiten “Übersetzer/Dolmetscher”, “Bereitstellung und Vermietung von Festzelten, Zelten, Einrichtungen, Ton, Fotografie, Licht und Pyrotechnik”, “Personenbeförderung mit Taxis und Personenkraftwagen mit Chauffeur” und “Kurzzeitvermietung von Kraftfahrzeugen und leichten Kraftfahrzeugen”. Die diese Tätigkeiten ausübenden Unternehmen müssen keinen erheblichen Umsatzrückgang nachweisen, um von der Befreiung und der Zahlungsbeihilfe Gebrauch machen zu können.

 

Frist für die nominative sozialrechtliche Meldung (sog. „DSN“) für neu hinzugekommene beihilfeberechtigte Unternehmen

Den neu hinzugekommenen beihilfeberechtigten Unternehmen zur Befreiung und Zahlungsbeihilfe von Sozialversicherungsbeiträgen, wird eine angemessene Frist eingeräumt, um die betreffende Meldung zu tätigen.

Die beihilfeberechtigten Unternehmen müssen daher die Befreiung des Arbeitgeberanteils und die Zahlungsbeihilfe der Sozialversicherungsbeiträge in einer künftigen nominativen sozialrechtlichen Meldung, spätestens jedoch in der „DSN“ des Monats Dezember 2020, die am 5. oder 15. Januar 2021 (je nach Unternehmensgröße) fällig wird, melden.

Ihr Lohnbüro in Frankreich

 

 

Unterlagen für die Dezember DSN in Frankreich

Anbei finden Sie eine umfassende Auflistung der Unterlagen, die für die Vorbereitung der abschließenden „nominativen sozialrechtlichen Meldung in Frankreich“ für das Jahr 2020, der sogenannten „DSN“, im Dezember benötigt werden.

DSN

Ersparnisse der Mitarbeitenden :

Eine Kopie Ihrer Vereinbarungen und deren Hinterlegungsbestätigung sind an uns zu übermitteln. Mitzuteilen ist uns der gezahlte Betrag pro Mitarbeitenden, dies in Form:

  • einer Beteiligung,
  • einer Gewinnbeteiligung,
  • an einen Unternehmenssparplan (sog. „EEP“), innerbetrieblichen Sparplan („PEI“) und/oder einen Kollektiv-Renten-Sparplan (sog. „PERCO“) gezahlte Beiträge,
  • Urlaubstage, die Ihre Beschäftigten im Rahmen eines Kollektiv-Renten-Sparplans oder eines Zusatzrentenplans angespart haben.

An Ihre Beschäftigten gezahlte Werbungskosten :

Art und Höhe der folgenden Rückerstattungen sind uns für jeden betroffenen Beschäftigten (zusätzlich zu den bereits auf den Lohn- und Gehaltsabrechnungen aufgeführten Beträgen) zu übermitteln:

  • Werbekosten (tatsächliche Kosten und Pauschalbeträge) (Reise-, Verpflegungs-, Unterbringungs-, Transportkosten usw.)
  • Rückerstattung von Kosten, die normalerweise dem Unternehmen obliegen (Kauf von Briefmarken, Büromaterial, usw.)
  • Pauschalbeträge für berufliche Mobilität:
    • Ausgaben für Unterbringung und Verpflegung
    • Ausgaben im Zusammenhang mit dem Umzug in eine neue Wohnung
  • Pauschale Aufwandsentschädigungen für Geschäftsführer von Unternehmen

Beitrag des Arbeitgebers zur Finanzierung der Sammel- oder individuellen Transportkosten der Arbeitnehmer (Weg von der Wohnung zum Arbeitsplatz) :

Der für jeden Beschäftigten gezahlte Betrag ist uns zu übermitteln (abgesehen von den bereits auf den Lohn- und Gehaltsabrechnungen ausgewiesenen Beträgen).

Gefährdung durch harte Arbeitsbedingungen :

Seit dem 1.Januar 2015 können alle Arbeitnehmer, die harten Arbeitsbedingungen ausgesetzt sind, von einem professionellen Präventionskonto Gebrauch machen.

Sollten Ihre Beschäftigten betroffen sein, müssen Sie für das Jahr 2020 die folgenden harten Arbeitsbedingungen angeben: Tätigkeiten in einer Umgebung mit Überdruck, extreme Temperaturen, Lärm, Nachtarbeit, Arbeit in Wechselschichten und sich wiederholende Arbeiten.

Wenn einer oder mehrere Ihrer Beschäftigten diesen Faktoren ausgesetzt sind, füllen Sie bitte das dieser E-Mail beigefügte Dokument aus.

Zahlung einer Pauschalentschädigung für die Schlichtung vor dem Arbeitsgericht oder einer Einigungsentschädigung :

Wenn Sie diese Art von Leistung gezahlt haben, teilen Sie uns bitte mit, an welchen Beschäftigten und in welcher Höhe dieser gezahlt wurde.

Veränderung der Gegebenheiten im Jahr 2020 :

Jede Veränderung der Gegebenheiten Ihres Unternehmens sollte uns mitgeteilt werden:

    • Änderung auf Niederlassungsebene (Gründung, Verlegung, Adressänderung),
    • Änderung des Status des Geschäftsführers,
    • Einstellung eines mit dem Geschäftsführer verwandten Mitarbeitenden,
    • Veränderung der Tätigkeit,
    • Änderung der Sachbezüge Auto, Wohnung, Sozialversicherung für Geschäftsführer usw. (einschließlich Kauf oder Leasing eines neuen Fahrzeugs),
    • Einführung anderer Leistungen für Arbeitnehmer: Urlaubsgutscheine, Essensgutscheine, Geschenkgutscheine usw.

 Sonderkaufkraftprämie :

Haben Sie Ihren Mitarbeitenden in den letzten 12 Monaten eine Sonderkaufkraftprämie gezahlt, die uns nicht bekannt ist? Sofern dies der Fall sein sollte, senden Sie uns bitte den Tarifvertrag oder die Einstellungserklärung (sog. „DUE“), die dieser Prämie zugrunde liegt, zu und teilen uns Folgendes mit:

  • den gezahlten Betrag: .……………
  • das Datum der Zahlung: .……………

Verfügbare Mitarbeitende :

Zur Optimierung der Berechnung Ihres Personalbestands des Jahres 2020, wären wir Ihnen verbunden, wenn Sie uns Folgendes mitteilen könnten:

  • ob Sie von einem Zeitarbeitsunternehmen zur Verfügung gestellte Mitarbeitende (Zeitarbeitskräfte) eingesetzt haben, und wenn ja, die Daten und Gründe für jeden Zeitarbeitsvertrag in den letzten 12 Monaten.
  • ob Sie Mitarbeitende (oder Beamte) eingesetzt haben, die von einem externen Unternehmen (Subunternehmer, Dienstleister usw.) zur Verfügung gestellt wurden, und wenn ja, die Daten und die Dauer des Einsatzes in den letzten 12 Monaten.

Mitgliedschaft in einem Arbeitgeberverband :

Wenn Sie Mitglied eines Arbeitgeberverbandes sind, der einen Branchentarifvertrag unterzeichnet hat, vorbereiten Sie eine Kopie der Mitgliedschaft für das Jahr 2021.

Mutuelle :

Für Arbeitnehmer, die von der Versicherungspflicht bei der „Mutuelle“ befreit sind, senden Sie uns bitte eine Kopie der Anträge auf Befreiung vom Versicherungsschutz sowie die zugehörigen Belege.

Wir wären Ihnen verbunden, wenn Sie uns Ihre Verträge zur „Mutuelle“ und zur „Prévoyance“ sowie die Gründungsakte, die diesen zugrunde liegt (Betriebsvereinbarung, Referendum oder einseitiger Beschluss) zur Verfügung stellen könnten.

Behinderte Arbeitnehmer :

Ab dem 1. Januar 2020 müssen Unternehmen für die Begünstigten betreffend die Verpflichtung zur Beschäftigung behinderter Arbeitnehmer (sog. „BOETH“), monatlich eine „nominative sozialrechtliche Meldung“ übermitteln. Dazu gehören insbesondere:

    • vom französischen „Ausschuss für Rechte und Autonomie von Menschen mit Behinderungen“ als behindert anerkannte Arbeitnehmer,
    • Opfer eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit, der/die zu einer dauerhaften Arbeitsunfähigkeit von mindestens 10 % führt und Rentenzahlungen impliziert,
    • Bezieher einer Arbeitsunfähigkeitsrente, sofern die Arbeitsunfähigkeit die Arbeitsfähigkeit um mindestens zwei Drittel verringert,
    • In Artikel L.241-2 des Gesetzbuches der Kriegsversehrten- und Kriegsopferrenten erwähnte Begünstigte,
    • In den Artikeln L.241-3 und L.241-4 des Gesetzbuches der Kriegsversehrten- und Kriegsopferrenten erwähnte Begünstigte,
    • Empfänger einer Arbeitsunfähigkeitsbeihilfe oder Rente unter den im Gesetz Nr. 91-1389 vom 31. Dezember 1991 festgelegten Bedingungen,
    • Inhaber des Ausweises “Inklusive Mobilität” mit dem Vermerk “Behinderung” (L.241-3 des französischen Kodex für Sozialhilfe sowie für Familien),
    • Empfänger einer Beihilfe für behinderte Erwachsene,
    • In den Artikeln L.241-5 und L241-6 des Gesetzbuches der Kriegsversehrten- und Kriegsopferrenten erwähnte Begünstigte,
    • Umklassifizierter Beamter (3. Absatz von Artikel L.323-5 des französischen Arbeitsgesetzes),
    • Anspruch auf die Arbeitsunfähigkeitsleistung, die Entschädigungszulage für eine dritte Person oder die Ausbildungszulage für ein behindertes Kind, das ein Praktikum absolviert (L.5217-7 des französischen Arbeitsgesetzes).

Lohnbuchhaltung in Frankreich : wir stehen Ihnen zur Verfügung

 

Gipfeltreffen der deutschen Tochtergesellschaften in der Oberrhein-Region

Beim gestrigen, online stattfindenden Gipfeltreffen der deutschen Tochtergesellschaften in der Oberrhein-Region ging es darum, wie die Region Grand-Est deutsche Unternehmen, die sich in der Region niederlassen möchten, unterstützen kann und welche Auswirkungen die Corona-Krise auf die deutsch-französische Zusammenarbeit hat.

Eine Studie zur Attraktivität Frankreichs und der Oberrheinregion ergab, dass die Anzahl der neuen Investitionen in Frankreich bis ins Jahr 2019 stetig angestiegen ist. Abzuwarten sind jedoch die Folgen der Corona-Krise im Hinblick auf die durch Unternehmen getätigten Investitionen. Dabei gaben 38% der Unternehmen an, ihre Investitionspläne bis 2020 nach unten korrigieren zu müssen, darunter 38% mit einer starken Herabsetzung der Investitionsvorhaben und 62% mit einer leichten Herabsetzung bzw. kaum einer Veränderung.

Aus der Corona-Krise gehen sowohl Gewinner als auch Verlierer hervor. Insbesondere die Sektoren Tourismus und Freizeitaktivitäten, Luft- und Schifffahrt sowie die Automobilindustrie machen potenzielle Verluste. Die Medizin-, Lebensmittel- und Technologiebranche verzeichnet hingegen steigende Gewinne.

Die Erwartungen der Anleger nach der Corona-Krise betreffen insbesondere die Umstellung der Supply-Chain (83%), die Digitalisierung (82%) und die ökologische Transition (57%).

Die Attraktivitätsstudie ergab außerdem, dass Frankreich, vor Großbritannien und Deutschland, das führende Gastland für Investitionen aus dem Ausland ist. Frankreich und Deutschland ziehen dabei ein Drittel der ausländischen Direktinvestitionen in Europa an. Somit hat der „deutsch-französische Motor“, wie ihn der Referent nannte, zunehmend Investitionen im europäischen Ausland getätigt. Darüber hinaus resultiert aus der Studie, dass von deutschen Unternehmen dreimal mehr in Projekte in Frankreich investiert wird als dies umgekehrt der Fall ist. Deutschland ist nämlich nach den USA das Land, dass in Europa am meisten investiert, dies gefolgt von Großbritannien und Frankreich.

Eine sehr erfreuliche Nachricht an die Region Grand-Est ist zudem, dass die Region seit 5 Jahren das vorwiegende Ziel der deutschen Direktinvestitionen in Frankreich ist. In der Region Grand-Est fanden 150 Projekte, gegen 140 Projekte in der Region Ile-de-France und 100 Projekte in der Region Auvergne-Rhône-Alpes, in den letzten fünf Jahren statt. Mehr als 50% der deutschen, ausländischen Direktinvestitionen in der Region Grand-Est sind dabei Industrieprojekte, dies gefolgt vom Handel, von der Logistik sowie von Forschung und Entwicklung.

Hinsichtlich der Perspektiven für 2021 sind die Konjunkturpläne wohl ein neuer Attraktivitätsfaktor. Bei der Wahl einer internationalen Niederlassung werden die Konjunkturprogramme und die öffentliche Unterstützung eine Rolle wie nie zuvor spielen. Neben diesem eher neuen, Corona-geschuldeten Attraktivitätsfaktor werden 2021 weiterhin die Akzeptanz der Technologie durch die Verbraucher, die Bevölkerung und die Verwaltung (71%) sowie die Qualifikation der Arbeitnehmer (61%) eine große Rolle spielen. Angesichts der Corona-Krise konzentrieren sich deutsche Unternehmen mit Niederlassung in Frankreich vor allen auf den Kundeservice (67%), gefolgt von den Englischkenntnissen (52%) sowie der Problemlösungsfähigkeit, der Flexibilität und der Reaktivität (45%).

Eine weitere aus dem Jahr 2018 stammende Studie basiert auf deutschen Unternehmen, die bereits eine Niederlassung in Frankreich gegründet und dort bereits Investitionen getätigt haben. 400 Niederlassungen von deutschen Muttergesellschaften gab es zum Zeitpunkt der Durchführung der Studie, wobei sich 70 Unternehmen in Baden befanden. Aus diesen 70 Unternehmen wurde eine Auswahl von Befragten getroffen. Ursprünglich siedelten sich deutsche Niederlassungen in der Region Grand-Est vor allem im Produktionsbereich, später aber auch im Vertrieb an. Heutzutage ist vor allem der Dienstleistungsbereich neben den Produktionsstätten ausgeprägt. Im Rahmen der Studie stellte sich heraus, dass für 100% der Befragten die Sprachkompetenz in der Region Grand-Est nach wie vor einen nennenswerten Vorteil darstellt. Der Großteil der befragten Unternehmen zeigte sich ebenfalls mit der Ausbildung der Beschäftigten zufrieden. Auf die Frage nach Verbesserungen in Frankreich antworteten die Befragten, dass nicht nur die Sozialversicherungsbeiträge und die Steuerlast verbessert werden sollten, sondern auch die Flexibilität des Arbeitsrechts und die Vorhersehbarkeit des rechtlichen Rahmens in Frankreich noch Potential hätten. Zusammenfassend zeigte auch diese Studie, dass die Region Grand-Est nach wie vor eine dynamische und attraktive Region für deutsche Unternehmen aufgrund der geographischen und kulturellen Nähe, aber auch der Verfügbarkeit qualifizierter Arbeitskräfte darstellt.

In der Gesprächsrunde über die Sichtweise und Erwartungen der Leiter der deutschen Tochter-gesellschaften am Oberrhein von Vertretern der Unternehmen Würth, Schaeffler sowie der Sparkasse und der IHK Karlsruhe bestätigten sich die Ergebnisse der beiden Studien im Hinblick auf die Unterstützung der französischen Behörden, jedoch auch auf die Attraktivität der Region Grand-Est.

Die Region Grand-Est werde oft als Tor zum französischen Markt bezeichnet. Zusammenfassend war die Botschaft der Vertreter sehr positiv. Verbesserungsbedarf wird bei der Erleichterung sozialer Aspekte wie beispielsweise der Entsenderichtlinie, der Infrastruktur auf beiden Seiten des Rheins, den Ansprechpartnern der deutschen Kultur und Sprache sowie bei der Umsetzung des Aachener Vertrags gesehen. Die Gesprächsrunde zur Unterstützung durch die Region Grand-Est und des Elsass war insgesamt auch sehr vielversprechend. Die Vertreter der Behörden der Region Grand-Est versicherten verfügbar zu sein, um deutschen Unternehmen, die eine Niederlassung in Frankreich gründen möchten, zu helfen.

Insgesamt ging aus dem Gipfeltreffen der deutschen Tochtergesellschaften in der Oberrhein-Region hervor, dass das deutsch-französische Tandem sich auf dem richtigen Weg befindet und gemeinsam an einem Strang zieht. Dies spiegelt ebenfalls das Schlusswort der Vorsitzenden der Außenhandelsberater CCE wider: „Der Rhein ist ein Fluss, der uns verbindet und nicht trennt!“. In diesem Sinne erscheint die deutsch-französische Zusammenarbeit in der Region Grand-Est sehr vielversprechend.

Ihr deutschsprachiger Steuerberater in Frankreich

 

Gipfeltreffen der deutschen Tochtergesellschaften in der Oberrhein-Region