Ankündigungen der französischen Regierung zur Förderung der Erwerbstätigkeit

Nach einem Treffen mit den Sozialpartnern am 4. Juni 2020 kündigte die französische Regierung verschiedene Maßnahmen zur Förderung sowie zum Schutz von Arbeitsplätzen an. Diese umfassen eine außerordentliche Unterstützung bei der Einstellung von Auszubildenden sowie Regelungen zum Kurzarbeitergeld, zur Arbeitslosenversicherung sowie zur Ausbildung von jungen Absolventen.

Eine Sonderhilfe für Unternehmen, die Auszubildende zwischen dem 1. Juli 2020 und dem 28. Februar 2021 einstellen, wurde angekündigt. Diese beläuft sich auf 5.000 € pro Auszubildenden unter 18 Jahren und auf 8.000 € pro Auszubildenden über 18 Jahren. Sie soll für Unternehmen mit bis zu 250 Beschäftigte sowie bei einem Auszubildenden-Anteil von mindestens 5% für Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten gewährt werden.

Daneben sollen Voraussetzungen für ein dauerhaftes Kurzarbeit-Modell und deren Bedingungen festgelegt werden. Mitte Juni beginnen darüber hinaus die Beratungen mit den französischen Sozialpartnern im Hinblick auf die Reform der Arbeitslosenversicherung, die aufgrund der Corona-Pandemie und ihren Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt auf den 1. September 2020 verschoben wurde.

Zudem soll ein Hilfsprogramm im Hinblick auf die Beschäftigung von jungen Absolventen auf den Weg gebracht werden. Die Lösungsvorschläge sollen in der ersten Julihälfte 2020 bekannt gegeben werden.

Falls Sie weitere Informationen zur Förderung der Erwerbstätigkeit in Frankreich erhalten möchten, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Ihr deutsch-französischer Steuerberater